Als am Montagnachmittag alles vorbei war, fuhr ich von Tarvisio noch ein Stück weit nach Hause, übernachtete noch und kehrte dann am Dienstagmorgen zurück. Müde bin ich nach dieser Junioren-WM nun schon ein wenig, aber natürlich auch sehr zufrieden.
Meine Leistungen in diesem Winter waren ziemlich durchzogen, doch ich bin stolz, dass ich dann zum richtigen Zeitpunkt in Form gekommen bin. Meine Fahrten waren zwar alle nicht optimal, die Bedingungen waren recht schwierig, aber für alle gleich. Und die Rangierungen haben dann doch mehr als gestimmt, wie ich glaube ich sagen darf: Mein zweites Gold in der Abfahrt, Silber im Riesenslalom – insgesamt habe ich nun acht Medaillen an drei Junioren-Weltmeisterschaften gewonnen.
Mir war das gar bewusst, aber acht Medaillen hat vor mir weder eine Schweizerin und noch ein Schweizer je an einer Junioren-WM gewinnen können. Das klingt irgendwie surreal und ich bin einfach nur glücklich, dass meine Form vor dieser WM dann doch noch aufwärts gegangen ist.
Nun ruhe ich mich zu Hause zwei Tage aus, dann geht es weiter nach Kitzbühel, wo wir zwei Europacup-Super-G fahren. Und dann naht schon bald das Finale im Europacup: Zuerst fliegen wir nach Kvitfjell für die letzten Speedrennen, dann folgen in Aal, auch in Norwegen, normale Europacuprennen, bevor dann in Oppdal das Finale der Technikerinnen ansteht. Dort bestreite ich noch den Riesenslalom.
Deshalb kann ich aber nicht am Weltcup-Final in der Abfahrt antreten. Dafür wäre ich als Junioren-Weltmeisterin eigentlich qualifiziert. Aber leider überschneiden sich die Daten. Und wie es dann nächste Saison weitergeht, sehen wir anhand der Gesamtwertungen und den Leistungen an den Finalrennen. Jetzt steht definitiv der nächste Schritt an, auf den ich mich sehr freue.