Meine Erleichterung ist gross: Der 3. Platz in der Europacup-Abfahrt in Bardonecchia (ITA) und am Tag darauf der 2. Platz im Super-G haben mir gezeigt, dass es doch noch geht. Jetzt bin ich wieder da, mein Selbstvertrauen ist grösser. Das habe ich schon in den Trainings und in den Rennen in Oberjoch gespürt.
Ich bin zwar schon im letzten Winter ein paar Weltcuprennen gefahren. Schon bald habe ich aber festgestellt, dass der Schritt zu den Besten grösser ist. Bei sechs Starts habe ich mich kein Mal für den zweiten Lauf der besten 30 qualifiziert, das wäre aber natürlich mein Ziel gewesen. Vielleicht habe ich mir einfach zu viel Druck gemacht, vielleicht habe ich auch dem Druck von aussen nicht standgehalten. Doch ich will an diesen neuen Herausforderungen wachsen.
Meine Saison ist aber sowieso so geplant, dass ich im Europacup und Weltcup starte. Der Europacup ist mein zweites Standbein – aber auch da wollte ich wohl zu viel, habe ich zu viel studiert. Aber in den Trainings in Oberjoch (GER) Anfang Februar habe ich es dann gespürt, dass ich wieder ins lockere Skifahren komme. Im ersten Riesenslalom wurde ich Sechste, im zweiten Rennen schied ich nach einem guten Start im zweiten Lauf aus.
Dennoch gab mir Oberjoch viel Selbstvertrauen und ich konnte in Bardonecchia daran anknüpfen. Ich kann zwar nicht genau sagen, wieso es dann plötzlich wieder klappte, doch mit dem zweiten und dritten Platz konnte ich bestätigen, dass es wieder geht. Deshalb bin ich jetzt sehr zuversichtlich für die nächsten Wochen. Ich will mir aber nicht zu hohe Ziele setzen.
Nun geht es weiter zum Super-G im Europacup in Sarntal (ITA) und dann direkt nach Sestriere für den Weltcup-Riesenslalom. Ja, und dann folgt schon die Junioren-WM in Tarvisio (ITA), da kann ich ein drittes und letztes Mal noch teilnehmen und fahre Abfahrt, Super-G und Riesenslalom. Fünf Medaillen habe ich da schon gewonnen, mal sehen, ob eine sechste dazukommt.