Nach zwei Europacup-Rennen in Oppdal in Norwegen reiste ich direkt weiter nach Andorra zu den Weltcuprennen. In Soldeu warteten zwei Super-G, auf die ich mich sehr freute. Als jedoch mein Gepäck auf dem Flughafen Amsterdam stecken blieb, war ich am Tag vor dem ersten Rennen gezwungen, meine gesamte Bekleidung inklusive Helm bei meinen Teamkolleginnen und anderen Fahrerinnen auszuleihen. Vielen Dank allen, die mir ausgeholfen haben, es war keine einfache Situation.
Das erste Rennen ist mir unter diesen speziellen Umständen gar nicht schlecht geglückt: Ich wurde nach einem Fehler doch noch 26. – mein erstes Top-30-Ergebnis und meine ersten Punkte im Weltcup! Meine Freude war riesig, und das Selbstvertrauen im zweiten Super-G am Tag darauf natürlich gross. Ich wusste, wenn ich den Fehler vom Vortag vermeiden kann, liegt noch mehr drin. Das gelang mir, ich konnte die Leistung mit dem 23. Rang bestätigen. Ein wenig verwundert war ich trotzdem, denn die ganze Gepäck-Geschichte hatte mich viel Energie gekostet. Möglicherweise hat sie mich aber auch ein wenig abgelenkt und die Gedanken waren nicht nur beim Rennen.
Meine Erleichterung und Freude nach diesem Schritt nach vorne ist gross – wie auch meine Zuversicht. In der Gesamtwertung im Europacup befinde ich mich auf Rang 2, das sieht für nächste Saison also nicht schlecht aus.